Granatapfel

Avatar of sportpark sportpark - 11. August 2016 - Obst, Wissenswertes

Die heilige Frucht

Schon seit Jahrtausenden gilt der Granatapfel in vielen Kulturen als heilig – und das zu Recht: wir erklären Dir, was das Multitalent alles kann.

 

Schon immer hat der Granatapfel die Menschen fasziniert. Unter einer vermeintlich unzerstörbaren Schale liegen eine Menge kleiner, roter Fruchtkerne, die im Licht wie ein Schmuckstück funkeln. Kein Wunder also, dass der Granatapfel über die verschiedenen Jahrhunderte immer wieder als Symbol auftaucht: Den Griechen galt er als Fruchtbarkeitssymbol, und die Römer schmückten junge Frauen im Mutterglück mit Granatzweigen.

 

 

Die Frucht der Götter

Doch das rote Wunder, das auch „die Frucht der Götter“ genannt wurde, kann weitaus mehr. Und das, obwohl der Granatapfel eigentlich keine richtige Frucht ist. Denn die eigentliche Schale und das Fruchtfleisch sind ungenießbar. Verzehrt werden daher nur die Kerne. Und gerade die haben es in sich: zwar enthalten sie weniger Zucker und Wasser als eigentliche Früchte wie Äpfel oder Birnen, dafür verfügen sie aber über zahlreiche Gerbstoffe, die so genannten Polyphenole. Die Polyphenole kannst Du spüren: beißt Du in die Kerne des Granatapfels, zieht sich Deine Mundschleimhaut sofort zusammen. Ein ähnlicher Effekt wird erreicht, wenn Du einen Schluck Rotwein trinkst.

 

 

Schutz vor Krebskrankheiten

Polyphenole gelten als Antioxidanzien – das sind wichtige Stoffe, die Deinen Körper vor Entzündungen und aggressiven Verbindungen wie den freien Radikalen schützen. Ein biopositiver Effekt, der Neugeborene vor Hirnschäden schützen kann, die Entwicklung von Alzheimer eindämmt und sogar vor Herz-Kreislauferkrankungen und Krebskrankheiten schützt oder im akuten Stadium den Heilungsprozess fördern kann.

 

Und das ist auch noch wissenschaftlich bewiesen: in einer Studie aus den USA wurde Prostatakrebs-Patienten täglich ein Glas Granatapfelsaft verabreicht. In regelmäßigen Abständen wurde der Wert des Prostata-spezifischen Antigens überprüft. Das Antigen wiederum gilt als Indikator für den Verlauf der Krankheit. Je langsamer der Wert des Antigens steigt, desto besser lautet die Prognose, und die Lebenserwartung steigt. Bei den Patienten, die den Granatapfelsaft zu sich nahmen, wurde festgestellt, dass sich der Zeitraum, in dem sich der Wert des Prostata-spezifischen Antigens verdoppelt, um ein Vielfaches verlängerte. Zwar bedeutete das nicht die endgültige Heilung der Krankheit, der

Krankheitsprozess wurde jedoch enorm verlangsamt und das Tumorwachstum ausgebremst.

 

 

Multitalent Granatapfel

Doch nicht nur Männer profitieren vom roten Wundersaft. Auch bei Brustkrebspatientinnen wurde die positive Wirkung der Polyphenole aus dem Granatapfel untersucht: Medizinern gelang es, den Polyphenolen eine antiöstrogene Wirkung nachzuweisen, die in der Lage ist, Beschwerden der Wechseljahre zu lindern und so vor Brustkrebs zu schützen.

 

Weitere Erfolge erzielte der Granatapfel in Studien sowohl bei Herz-Kreislaufpatienten – die Durchblutung des Herzmuskels verbesserte sich deutlich, als auch bei Studien über Gelenkbeschwerden: Arthritispatienten konnten eine deutliche Linderung ihrer Beschwerden feststellen.

 

Tipp: am einfachsten kannst Du Granatapfel im Saftform zu Dir nehmen. Du erhältst ihn in Reformhäusern und Drogerien.

 

 

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