Internationaler Tag des Kaffees

Avatar of sportpark sportpark - 29. September 2016 - Wissenswertes

Dem Kaffee-Mythos auf der Spur

Es gibt zwei Sorten von Menschen: die, die ohne ihn nicht leben können, und die, die ihn verabscheuen: Kaffee. Wir haben uns für Dich mit ein paar Kaffee-Mythen auseinander gesetzt.

 

1. Der süchtigmachende Extrakick

Wer im Büroalltag mit seiner Kaffeemaschine verheiratet ist, am Wochenende diese Beziehung jedoch nicht weiterführt, kennt dieses Problem: sobald auf den Kaffeegenuss verzichtet wird, fühlt man sich abgeschlagen und unkonzentriert. Manchmal stellen sich sogar Kopfschmerzen ein. Laut Medizinern gehören diese Effekte des unterlassenen Kaffeegenusses zu klassischen Entzugserscheinungen. So ist es auch kein Wunder, dass Kaffee lange Zeit auf der Dopingliste des olympischen Komitees stand und bei der WHO als Suchtmittel aufgeführt war. Mit der Begründung, dass Koffein jedoch nur wenig Potential für einen Extrakick enthalte, wurde Kaffee jedoch wieder von allen Sucht- und Dopinglisten gestrichen.

 

2. Kaffee macht Herzprobleme?

Jeder von uns reagiert anders auf Koffein. Manche leiden unter Schlafstörungen, andere werden erst richtig munter. Egal, wie sich das Koffein auswirkt: eine negative Wirkung auf Herz- und Kreislauf konnte die Forschung nicht bestätigen. Im Gegenteil. Forscher fanden heraus, dass Kaffee durch das in ihm enthaltene Kalium und Magnesium sogar vor Krankheiten schützt. Auch mit dem Mythos, Kaffee verursache höheren Blutdruck, wurde kräftig aufgeräumt: zwar steigen Herztätigkeit und Körpertemperatur – dies jedoch nur mit der positiven Auswirkung einer besseren Durchblutung in den Organen. Trotzdem, reagierst Du empfindlich auf Koffein, genieß ihn in Maßen!

 

3. Diabetes, Krebs und Co.

Kaffe soll Diabetes, Krebs und Osteoporose verursachen – so lautete bislang die Warnung, die jeder Kaffeetrinker zu hören bekam. Die Forscher beriefen sich in ihren Aussagen zum Teil auf falsche Interpretationen des Wirkstoffs Koffein. Inzwischen wissen wir durch zahlreiche medizinische Studien: ein maßvoller Kaffeegenuss kann Krebs vorbeugen und minimiert sogar das Risiko, an Diabetes zu erkranken.

 

4. Alkoholkiller Kaffee?

Wer glaubt, einen tüchtigen Partyrausch mit ein paar Tassen Kaffee beseitigen zu können, hat sich geschnitten. Koffein betätigt sich in unserem Körper keineswegs als Alkoholkiller, im Gegenteil: die Kombination von kohlesäurehaltigen Alkoholgetränken und Kaffe beschleunigt die Aufnahme des Alkohols im Blut. So genannte Alkopops, die neben Alkohol auch oft Koffein beinhalten, können deswegen auch leicht zum Kollaps führen.

 

Gesundheit aus dem Kaffee
Das Lieblingsgetränk der Deutschen ist und bleibt der Bohnenkaffee. Für Millionen Menschen ist er eine Art Lebenselixier. Manche brauchen ihn, um am Morgen in Schwung zu kommen, andere wiederum müssen nach dem Mittagessen ihren Kaffee haben, damit sie nicht müde werden.

Die Wirkung von Kaffee
Die anregende Wirkung des Kaffees ist auf seinen Koffein-Gehalt zurückzuführen. In geringen Mengen ist dieser Stoff konzentrationsfördernd, hilft kurzfristig Müdigkeit zu überwinden und kann die Leistung steigern. Koffein hat eine anregende Wirkung auf das Atem-, Kreislauf- und Zentralnervensystem. Es erweitert die Herzkranzgefäße und erhöht die Herzfrequenz. Das zeigt sich bereits nach dem Genuss einer Tasse Kaffee mit etwa 60 bis 120 Milligramm Koffein. Dies wird durch eine nachfolgende Tasse nicht gesteigert.

Die anregende Wirkung des Kaffees tritt meist erst nach 20 Minuten ein.

Zucker im Kaffee verzögert die Aufnahme des Koffeins vom Magen-Darm-Trakt ins Blut. Sonst wird Koffein rasch aufgenommen. Binnen 20 bis 60 Minuten steigt die Konzentration im Blut auf ihren Höchstwert und bleibt sechs bis zwölf Stunden messbar.
 

Wer profitiert vom Kaffeegenuss?

Kaffee hebt die Stimmung, fördert die gute Laune und…

  • Senioren profitieren von der besseren Hirndurchblutung und können oft mit einer abendlichen Tasse Kaffee besser einschlafen.
  • Koffein wirkt ja gefäßerweiternd, deshalb wird es auch pharmazeutisch eingesetzt: gegen Kopfschmerz, Asthma, Herzschwäche, Morphinvergiftung.
  • Wer gerne Kaffee trinkt und sich Sorgen um seinen Cholesterinspiegel macht muss wissen, dass es darauf ankommt, wie man den Kaffee zubereitet. Der Genuss von gefiltertem Kaffee bleibt ohne Einfluss auf die Blutfettwerte. Nur bei ungefilterten Varianten (z. B. Espresso) gelangen Stoffe in den Körper, die den Cholesterinwert beeinflussen.
  • Neueste Untersuchungen belegen, dass der regelmäßige Konsum von Kaffee das Risiko, Gallensteine zu bekommen, um 25 Prozent senkt.
  • Röststoffe im Kaffee wirken als so genannte Antioxidanzien. Die im Kaffee enthaltene Chlorogensäure kann möglicherweise Dickdarm- und Leberkrebs vorbeugen.
  • Ein Kaffee oder Espresso nach dem Essen regt die Magensäureproduktion und Gallensekretion an - Magen und Darm kommen so wieder in Schwung.
  • Es ist bekannt, dass Koffein die Ausdauerleistungen bei sportlichen Aktivitäten verbessern kann. Nützlich für Sportler sind die "wachmachende" Wirkung und Stimulierung der Atmung durch die Kaffeeinhaltsstoffe. Koffeinhaltige Getränke sollten vor dem Training getrunken werden, eignen sich jedoch nicht als Flüssigkeitsersatz nach dem Sport.
  • Er kann das Risiko für Darmkrebs und für Magengeschwüre senken.
  • Kopfschmerzen können gelindert werden. Alles aber nur vor dem Hintergrund: Niemals mehr als vier Tassen pro Tag!

 

Kaffee: Wirkung ungesund, wenn ...

Koffein besitzt auch negative Wirkungen, allerdings erst in höheren Dosen. Es kommt dann zu Zittrigkeit, Herzklopfen, Bluthochdruck, unter Umständen auch zu Angstanfällen. Menschen, die ausgesprochen empfindlich auf die Wirkungen des Koffeins reagieren, leiden dann unter Schlafstörungen, Magenbeschwerden oder oben genannten Symptomen. Andere Menschen wiederum vertragen auch große Mengen Koffein ohne Probleme.

  • Kaffee ist ein "Säurelocker", das heißt, die Magensaftproduktion wird angeregt. Wer also einen empfindlichen Magen hat bzw. bereits am Magen erkrankt ist, sollte seinen Kaffeekonsum auf zwei Tassen am Tag einschränken.
  • Mit der Zeit gewöhnen sich die Nervenzellen an das vorhandene Koffein. Wird der Kaffeegenuss plötzlich komplett eingestellt, so können sich Kopfschmerzen einstellen. Doch klingen diese nach einigen Tagen wieder ab.
  • Kaffee sollte von stillenden Müttern oder Schwangeren nur in geringem Maße genossen werden. Eine Tasse Kaffee pro Tag in der Schwangerschaft schadet dem Ungeborenen aber nicht.
  • Menschen mit Osteoporose sollten Kaffee nur mit Milch trinken.
  • Wer schwerwiegende Herzprobleme hat, sollte sich über seinen Kaffeegenuss mit dem Arzt besprechen.
  • Regelmäßiger Kaffeegenuss führt rasch zu einem Gewöhnungseffekt. Dann kann Koffein-Entzug zu Unwohlsein und Kopfschmerzen führen, die oft bis zu 24 Stunden anhalten. 10 Gramm Koffein können für den Menschen tödlich sein. Das sind 125 Tassen am Tag.
  • Wer täglich fünf bis sechs Tassen starken Kaffee trinkt, der mit Filter zubereitet wurde, weist nur eine minimale oder keine Erhöhung des Cholesterinspiegels auf.
  • Wer allerdings den Kaffee aus einer Maschine ohne Filter trinkt, etwa einen Espresso, der weist eine Erhöhung des Cholesterinspiegels um etwa 10 Prozent und mehr auf.
  • Instantkaffee enthält Cafestol und Kahweol nur in minimalen Spuren und kann bedenkenlos getrunken werden.
  • Wichtig zu wissen: Die im Kaffee enthaltenen Röststoffe können den Magen reizen. Milchkaffee verweilt länger im Magen als schwarzer, was dazu führt, dass die Röststoffe längere Zeit negativ auf die Magenschleimhäute einwirken können.

Quelle: Lifline.de, gesundheit.de

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